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	<title>Kommentare zu: Verschiedene Sichten der Ethik</title>
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	<description>Welche Ethik braucht das Internet?</description>
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		<title>Von: sum4sem</title>
		<link>http://tendedunchu.wordpress.com/2008/03/25/verschiedene-sichten-der-ethik/#comment-16</link>
		<dc:creator>sum4sem</dc:creator>
		<pubDate>Sat, 29 Mar 2008 15:55:36 +0000</pubDate>
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		<description>Liebe Tende

Dieser Blogbeitrag gibt eine gute kurze Übersicht über verschiedene Ethikansätze und zeigt verschiedene Foci auf ethische Fragen sehr deutlich. Ich habe gar nicht gewusst, dass es soviele verschiedene Ethiken gibt. 

Ich habe mir die Frage gestellt, ob es ein Zeichen unserer moderner Zeit der Spezialisierung ist, dass eben nicht mehr 
eine einzige Instanz (früher durch die Kirche repräsentiert) darüber entscheiden kann was wahr und wahrhaftig ist. 
Als zweiten Punkt könnte ich mir auch den Verlust an Authorität, den die verschiedenen Religionen und Kirchen in den demokratischen Staaten eingebüsst haben, vorstellen. Die Kirche hat keinen grossen Einfluss mehr auf den Staat, aber die religiösen Grundwerte will der Staat nicht ganz aufgeben (siehe Präambel der Bundesverfasssung). 
Interessant finde ich jedenfalls, dass grössere Systeme (Recht, Technik, ..) scheinbar eine Notwendigkeit sehen, sich über ethische Grundsätze Gedanken zu machen. 

Beim Lesen deines Fazits ist mir die Systemtheorie von Niklas Luhmann (Quelle: http://www.uni-essen.de/reichertz-referate/Koloss/koloss/mainframe01.htm) in den Sinn gekommen, mit welcher ich mich im Kurs Sozialpsychologie der Information und Kommunikation befasst habe.
Für ihn ist die &quot;basic unit&quot; der Gesellschaft Kommunikation. Er sagt, dass soziale Systeme durch das operieren, d.h. das kommunizieren sich selbst erzeugen und selbstreproduzieren.
Solange kommuniziert wird, besteht das soziale System. Wenn keine Kommunikation mehr stattfindet hat sich das System aufgelöst.
Für Ethikkommissionen oder andere Ethik-Organisationen, oder eben soziale Systeme mit dem Sinnhorizont Ethik, welche sich mit ethischen Grundsätzen befassen, heisst das, dass sie das kommunizieren über die Ethik immer weiter fortführen müssen, damit diese sich weiter entwickeln kann. 
Also ganz im Sinne deines Fazits.

Was mich an deiner Präsentation in der Klasse noch beeindruckt hat, war dein Hinweis, dass Ethik nicht etwas ist, dass man hat oder erreichen kann, sondern viel flüchtiger ist: das dauernde darüber nachdenken, was richtig ist, darüber zu streiten, sich kurzfristig zu einigen und dann wieder neu zu streiten, usw.

Zuzulassen, dass Ethik nie fassbar/sichtbar sein wird, sondern nur in der moralischen Ausprägung zeigt, worüber in ethischen Diskursen Einigkeit herrscht(e), stellt die hohe Anforderung an uns Menschen, über Werte zu diskutieren ohne gleich ein Resultat in der Hand zu halten. 

Nun bin ich gespannt, was du zur Informationsethik zu berichten hast.

Lieber Gruss 
sum4sem</description>
		<content:encoded><![CDATA[<p>Liebe Tende</p>
<p>Dieser Blogbeitrag gibt eine gute kurze Übersicht über verschiedene Ethikansätze und zeigt verschiedene Foci auf ethische Fragen sehr deutlich. Ich habe gar nicht gewusst, dass es soviele verschiedene Ethiken gibt. </p>
<p>Ich habe mir die Frage gestellt, ob es ein Zeichen unserer moderner Zeit der Spezialisierung ist, dass eben nicht mehr<br />
eine einzige Instanz (früher durch die Kirche repräsentiert) darüber entscheiden kann was wahr und wahrhaftig ist.<br />
Als zweiten Punkt könnte ich mir auch den Verlust an Authorität, den die verschiedenen Religionen und Kirchen in den demokratischen Staaten eingebüsst haben, vorstellen. Die Kirche hat keinen grossen Einfluss mehr auf den Staat, aber die religiösen Grundwerte will der Staat nicht ganz aufgeben (siehe Präambel der Bundesverfasssung).<br />
Interessant finde ich jedenfalls, dass grössere Systeme (Recht, Technik, ..) scheinbar eine Notwendigkeit sehen, sich über ethische Grundsätze Gedanken zu machen. </p>
<p>Beim Lesen deines Fazits ist mir die Systemtheorie von Niklas Luhmann (Quelle: <a href="http://www.uni-essen.de/reichertz-referate/Koloss/koloss/mainframe01.htm)" rel="nofollow">http://www.uni-essen.de/reichertz-referate/Koloss/koloss/mainframe01.htm)</a> in den Sinn gekommen, mit welcher ich mich im Kurs Sozialpsychologie der Information und Kommunikation befasst habe.<br />
Für ihn ist die &#8222;basic unit&#8220; der Gesellschaft Kommunikation. Er sagt, dass soziale Systeme durch das operieren, d.h. das kommunizieren sich selbst erzeugen und selbstreproduzieren.<br />
Solange kommuniziert wird, besteht das soziale System. Wenn keine Kommunikation mehr stattfindet hat sich das System aufgelöst.<br />
Für Ethikkommissionen oder andere Ethik-Organisationen, oder eben soziale Systeme mit dem Sinnhorizont Ethik, welche sich mit ethischen Grundsätzen befassen, heisst das, dass sie das kommunizieren über die Ethik immer weiter fortführen müssen, damit diese sich weiter entwickeln kann.<br />
Also ganz im Sinne deines Fazits.</p>
<p>Was mich an deiner Präsentation in der Klasse noch beeindruckt hat, war dein Hinweis, dass Ethik nicht etwas ist, dass man hat oder erreichen kann, sondern viel flüchtiger ist: das dauernde darüber nachdenken, was richtig ist, darüber zu streiten, sich kurzfristig zu einigen und dann wieder neu zu streiten, usw.</p>
<p>Zuzulassen, dass Ethik nie fassbar/sichtbar sein wird, sondern nur in der moralischen Ausprägung zeigt, worüber in ethischen Diskursen Einigkeit herrscht(e), stellt die hohe Anforderung an uns Menschen, über Werte zu diskutieren ohne gleich ein Resultat in der Hand zu halten. </p>
<p>Nun bin ich gespannt, was du zur Informationsethik zu berichten hast.</p>
<p>Lieber Gruss<br />
sum4sem</p>
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